Bauphysik+

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00:00:09: Martin Zerwas Herzlich Willkommen in die Runde zu einer neuen Folge von Bauphysik plus heute mit einem, ja etwas anderen Thema, wie auch die letzte Folge. Da ging es ja um Akustik im Dom, um Laserscan und den Aachener Dom und n bisschen Baugeschichte.

00:00:23: Martin Zerwas Und wir setzen heute das Thema fort. Aber.

00:00:28: Martin Zerwas N bisschen verdrehten Rollen zu sonst.

00:00:31: Martin Zerwas Begrüßen darf ich aber, und das freut mich sehr, den Lars wieder herzlich willkommen Lars, Hallo.

00:00:37: Lars Klitzke Ja, herzlich Willkommen, lieber Martin und Hallo, du hast gerade schon schön angefangen. Herzlich Willkommen zu Bauphysik Plus oder soll ich sagen herzlich Willkommen zu Bauklang die Wissenschaft der Aurelation in der Bauplanung.

00:00:51: Lars Klitzke Denn heute beleuchten wir, wie die Simulation von Klang unsere Wahrnehmung von Architektur verändert. Wir stellen Werkzeuge, Methoden und Wissenschaften vor, mit denen die akustische Qualität von Räumen optimiert wird.

00:01:06: Lars Klitzke Noch bevor der erste Stein gelegt ist und unser Ziel einen spannenden Einblick in oft unterschätzte Dimensionen der Bauplanung zu geben, Architektur hörbar machen, wusstest du, dass schlechte Akustik die Produkte in Büros um bis zu 66% senken kann oder dass der Klang eines Konzertsaals so entscheidend ist, dass er oft mehr kostet als die Architektur selbst und.

00:01:34: Lars Klitzke Wie können wir die Qualität von Räumen messbar hörbar machen, bevor sie gebaut sind?

00:01:41: Lars Klitzke Aber bevor wir in die Praxisbeispiele einsteigen, lass uns die Grundlagen verstehen, wie du zur Aurelation gekommen und bist und warum.

00:01:52: Lars Klitzke Es 1 Deiner Lehr und Forschungsgebiete geworden ist.

00:01:57: Martin Zerwas Sehr gerne also Fragen über Fragen. Die Zahlen, die du eben genannt hast, die kannte ich jetzt so in der Zahl nicht, ne, aber natürlich hat der einen oder hat die Raumakustik n Einfluss auf.

00:02:08: Martin Zerwas Ich sag mal die Konzentrationsfähigkeit und darüber dann auch natürlich auf die Produktivität. Ja, wie bin ich auf das Thema Organisierung Organisation gestoßen, vielleicht noch ne kurze Begriffs Erläuterung, das ist das Pendant.

00:02:23: Martin Zerwas Zur Visualisierung kann man sich das vorstellen. Visualisierung, das wird jeder kennen, die ja Generierung virtueller optisch virtueller Realitäten und Auroralisierung ist eben.

00:02:36: Martin Zerwas Die Simulation künstlicher Höreindrücke würde ich es jetzt mal ganz offen formulieren.

00:02:43: Martin Zerwas Dazu gekommen bin ich über die Beratungspraxis der Akustik generell in Projekten, also auch schon vor meiner Tätigkeit an der Hochschule.

00:02:55: Martin Zerwas Habe ich gemerkt, dass in der Beratung in den frühen Leistungsphasen eines Projektes, also Vorentwurf, Entwurf.

00:03:04: Martin Zerwas In denen man Leistungen oder das angestrebte Ziel abstimmen möchte, mit dem Bauherrn, mit dem Auftraggeber.

00:03:11: Martin Zerwas Dass ich da an Grenzen stoße, was die Begrifflichkeiten angeht und die Vorstellungs oder die Vorstellungskraft der Menschen, die ich da beraten möchte.

00:03:22: Martin Zerwas Bei der Temperatur hat jeder glaub ich von uns ne gute Vorstellung was 20 grad 21 grad 22 Grad Raumtemperatur angeht, dass das mehr oder weniger.

00:03:33: Martin Zerwas Im Wohlfühlbereich ist und wenn ich sag, wir haben ne Raumtemperatur von 16 Grad wird jeder sofort denken hm ist aber n bisschen.

00:03:40: Martin Zerwas Frisch, also bei Temperatur hat haben wir alle ne Vorstellung von Wert zu Empfindung und wir haben das auch bei anderen Werten. Bei Kosten haben wir das auch zum Beispiel.

00:03:52: Martin Zerwas Nur bei der Akustik sind alle Kennwerte, mit denen ich die Eigenschaften eines Bauteils beschreibe oder auch eines Raumes, sehr realitätsfern. Alltagsrealitätsfern und selbst für Expertinnen und Experten ist es ein bisschen schwer zu greifen.

00:04:11: Martin Zerwas Helfen, das liegt an der an der Künstlichkeit, der Größe. Also alles, was mit Schallschutz zu tun hat, also die akustische Trennung von Bereichen, das würde man als Schallschutz bezeichnen.

00:04:27: Martin Zerwas Das wird gekennzeichnet mit einer Einheit in Dezibel DB. Die hat jeder auch schon mal gesehen, glaube ich. Dahinter steht manchmal auch ne A ein A in Klammern, das hat ne bestimmte Bedeutung, soll aber gar nicht so relevant sein und das ist erstmal eine Kunstgröße die sich auf das Hörvermögen des Menschen bezieht.

00:04:47: Martin Zerwas Und zum anderen ist unser Lautstärkeempfinden jedes Menschen ist nicht linear, sondern logarithmisch geprägt oder exponentiell geprägt. Exponentielles Wachstum kennt jetzt jeder von uns seit Corona.

00:05:01: Martin Zerwas Und weiß, dass wir, dass wir dafür ne schlechte n schlechten Zugriff haben. Also energetisch muss ich zum Beispiel vielleicht die Energie verzehnfachen, damit ich überhaupt subjektiv ne Veränderung des Schalldruckpegels wahrnehme.

00:05:16: Martin Zerwas Das heißt, wir haben n Problem damit die die Größe die physikalische Größe zu koppeln an unser, an unsere subjektive Wahrnehmung und egal welche Größen ich jetzt nehme. Wenn ich also ne Entscheidung möchte vom Bauherrn und frag möchten sie eine bessere Trennwand haben mit 53 Dezibel Schalldämmmaß oder eine etwas schlechtere mit 47 Dezibel schalldämmmaß.

00:05:40: Martin Zerwas Dann hab ich n Problem in der Beschreibung. Das heißt ich fang an zu beschreiben Na ja, wenn nebenan laut normal laut gesprochen wird, dann können sie das hören und manchmal aber selten verstehen.

00:05:55: Martin Zerwas Dann hängt es auch noch davon ab, ob sie sehr nah an der Wand dran stehen oder in der Mitte des Raums oder weit weg stehen.

00:06:01: Martin Zerwas Oder wenn es um raumakustische Kenngrößen geht, dann wird es noch komplizierter, weil das nicht nur ein eine Zahl ist, die ich da umsetzen oder übersetzen muss in die Wahrnehmung, sondern es sind viele, aus denen sich ein Höreindruck im Raum zusammensetzt.

00:06:16: Martin Zerwas Wir haben typische raumakustische Kenngrößen, zum Beispiel Nachhallzeit. Das, das würde man jetzt wahrscheinlich selber eher als Echo empfinden oder beschreiben.

00:06:26: Martin Zerwas Wir haben aber auch sowas wie Sprachverständlichkeit.

00:06:29: Martin Zerwas Silben trennbarkeit Wir haben Deutlichkeitsmaße, also wir haben verschiedene Kenngrößen in der Raumakustik, die gewisse Eigenschaften des Raums beschreiben sollen und die auch normativ geregelt sind, wo es Empfehlungen gibt vom VDI, von der DIN.

00:06:49: Martin Zerwas Ich aber immer in der Beratung natürlich eine Empfehlung ausspreche.

00:06:55: Martin Zerwas Die aber nie eineindeutig ist, sondern es gibt immer n gewissen Bereich Mittel gut schlecht.

00:07:01: Martin Zerwas Und letzten Endes möchte der Bauherr ja beraten werden, weil dahinter ja auch ne Investitionsentscheidung steht. Ist jetzt n sehr langer Aufgalopp Last ne, aber ich hatte vor bevor ich die Möglichkeit hatte und jeder jeder hat das natürlich.

00:07:15: Martin Zerwas Dass quasi zu simulieren und Audiobeispiele zu erzeugen. Und wir werden uns ja auch gleich n Paar anhören dazu.

00:07:22: Martin Zerwas Habe ich immer ein Problem gehabt, die Entscheidung tatsächlich herbeizuführen? Letzten Endes musste ich durch meine Beratung und meine Erläuterung und mein mein mehr oder weniger kompetentes Auftreten.

00:07:36: Martin Zerwas Dafür sorgen, dass der Bauherr irgendwann letzten Endes gesagt hat, ja, ich Folge ihren Empfehlungen, aber entscheiden kann ich es eigentlich.

00:07:43: Martin Zerwas Nicht und?

00:07:46: Martin Zerwas Das hat sich elementar gewandelt, denke ich über die Auralisierung. Und wir haben im.

00:07:53: Martin Zerwas Hochschulkontext verschiedene Projekte auch schon begleitet, um zu testen, wie.

00:07:57: Martin Zerwas Wie kann ich das im Planungsprozess auch tatsächlich einbinden? Ändert sich dadurch das Entscheidungsverhalten signifikant oder ist es zu.

00:08:09: Martin Zerwas Zu, zu übergriffig würde ich jetzt mal sagen. Ich beschreibe auch gerne gleich, wie das funktioniert.

00:08:14: Martin Zerwas Und wir haben sehr, sehr positive Erfahrungen damit gemacht. Also ganz viele Fragestellungen zu Raumakustik und Schallschutz.

00:08:22: Martin Zerwas Haben damit zu tun, dass ich bewerten soll, was versteh ich noch, was hör ich noch, Sprache, Musik.

00:08:31: Martin Zerwas Und so weiter. Oder Geräusche.

00:08:33: Martin Zerwas Das kann ich über dann simulierte Audio Files dann entsprechend in den Planungsprozess reinbringen. Also für mich ist das jetzt endlich die Möglichkeit, so würde ich es mal zusammenfassen, das zu tun, was alle anderen Disziplinen, bei denen der Bauherr wirklich eine Entscheidung treffen muss.

00:08:49: Muss.

00:08:51: Martin Zerwas Genauso zu machen, nämlich durch eine Art Bemusterung, wenn die Objektplanung ne Entscheidung haben möchte zu Farben bringen sie ne Farbkarte mit.

00:09:00: Martin Zerwas Wenn ne Entscheidung zu zu Bodenbelägen getroffen werden soll, gibt es ne Bemusterung und so weiter also ich hab in vielen Bereichen sowieso schon diese Bemusterung und in der Akustik kann ich es jetzt eben auch machen, dass ich Audio Files mitbringe, als Bemusterung sozusagen.

00:09:16: Martin Zerwas Und hab jetzt endlich die Möglichkeit ne Entscheidung wirklich auf verlässliche Beine zu stellen. Also das ist der für mich enorme Mehrwert in der Oralisierung.

00:09:28: Lars Klitzke Geht es ja im Grunde genommen. Die Kernfrage der Bauplanung. Wie wird der Raum klingen? Akustik beeinflusst unsere Wahrnehmung von Raumqualität Wir haben gerade gehört, nachhallzeiten, Geräuschdämmung und Sprachverständlichkeit.

00:09:42: Lars Klitzke Sind mitentscheidend und im Grunde genommen ist es ja das Ziel, Bauherren, Architekten und Ingenieure eine realistische Höherfahrung zu bieten und dann mit Hilfe von Binauralem Audio dann Räume auch buchstäblich hören zu können.

00:10:00: Lars Klitzke Jetzt haben wir ja sehr viele Begrifflichkeiten gehört und ich weiß, viele unserer Zuhörer, Studierende, energieplaner, Bauschaffende, aber auch anwendende sind noch nicht so bewandert in den einzelnen Begrifflichkeiten. Also vielleicht fangen wir mit den Grundlagen an, was ist Schall und wie beeinflusst er die Räume, also tauchen wir in die Grundlagen der Akustik ein.

00:10:25: Lars Klitzke Hier im Grunde genommen die Basis der Organisation ist und beginnen wir mit einer ganz einfachen, profanen Frage. Was genau ist Schall?

00:10:34: Martin Zerwas Tja.

00:10:36: Martin Zerwas Was ist Schall? Schall ist ein wechselnder Luftdruck.

00:10:42: Martin Zerwas Das kann man sich vorstellen wie ne Welle, nur dass ich mich ja in einem Volumen befinde, in dem in dem Luftvolumen.

00:10:49: Martin Zerwas Und dass ich der Luftdruck eben ändert und das in bestimmten in einer bestimmten Anzahl pro Sekunde. Das bezeichnet man dann als die Frequenz eines Tons. Also ich habe tiefe Frequenzen, die haben.

00:11:01: Martin Zerwas Der Hörbereich des Menschen geht los. So in etwa bei 20 Hertz. Das sind sehr, sehr tiefe Töne, da wechselt der Luftdruck an unserem Trommelfell 20 mal pro Sekunde.

00:11:12: Martin Zerwas Die Orientierung im Verhältnis zum umgebenden Luftdruck. Also ich hab ja sowieso n Luftdruck um mich herum und 20 mal pro Sekunde wechselt der, dann ist etwas höher oder etwas niedriger als der Ruhedruck, den ich am Trommelfell anliegen hab.

00:11:26: Martin Zerwas 20 Hertz ist so das untere, die untere Hörschwelle, und das geht in etwa bis 20000 Hertz. Das ist so die obere Frequenz, die Menschen durchschnittlich hören, hängt natürlich vom individuellen Hörvermögen noch ab, das heißt von 20 mal pro Sekunde bis 20000 mal pro Sekunde wechselt dann der Luftdruck am Trommelfell und.

00:11:47: Martin Zerwas Alles darüber hinaus würde man als Ultraschall bezeichnen. Es gibt auch Lebewesen, die in diesem Bereich hören, wer n Hund hat und ne spezielle Hundepfeife.

00:11:59: Martin Zerwas Im Ultraschallbereich hat der wird das Wissen, dass wenn man da reinpustet, wir alle nichts hören, aber der Hund sehr wohl.

00:12:07: Martin Zerwas Oder auch Fledermäuse, auch Nagetiere und so weiter also die haben schon Hörvermögen bis 200 Kilohertz zum Beispiel.

00:12:14: Martin Zerwas Und darüber hinaus. Also das ist erstmal.

00:12:16: Martin Zerwas Mal die Frequenz, die Tonhöhe, dann gibt es noch die Lautstärke. Lautstärke empfinden, das ist die die Intensität dieses Ausschlags, also der wechselnde Luftdruck schwankt, der sehr stark um den Ruhedruck im Hintergrund und das würde man als Lautstärke bezeichnen. Wir haben also leise Töne.

00:12:37: Martin Zerwas Wir haben laute Töne, wir haben niedrige, tiefe Töne und wir haben hohe Töne. Das ist eigentlich.

00:12:43: Martin Zerwas Sozusagen. Es ist der Kern des Ganzen.

00:12:46: Martin Zerwas Und Informationen ergibt sich dann eben aus einem bestimmten Muster. In diesem wechselnden Luftdruck. Also wenn ich spreche, dann sind das sehr viele Frequenzen in der Regel so im im sprachrelevanten Bereich so von 500 bis vielleicht 2003 1000 Hertz bewegt sich dann die Sprache und.

00:13:06: Martin Zerwas Sache, und daraus macht unser Hirn dann eben die Information und.

00:13:13: Martin Zerwas Das alles zusammen ist dann auch letzten Endes nur der eine Teil, damit ich dann daraus auch n Muster erkennen kann, muss ich das Muster deutlich erkennen, deutlich hören und wenn das Muster vermischt, dann wird es immer schwieriger zum Beispiel Sprache zu verstehen und ein Muster kann verwischen dadurch dass ich sowas habe wie ein Echo, ein Nachhall im Raum dann.

00:13:40: Martin Zerwas Erreicht mich dasselbe Signal zeitverzögert noch mal?

00:13:44: Martin Zerwas Oder ich hab ein ein lautes Hintergrundgeräusch. Also ich habe keinen leisen Raum, sondern ich hab ne Lüftungsanlage, die rauscht, das kann ich jetzt auch mal einspielen.

00:13:54: Martin Zerwas Dass wir nicht so n rauschen jetzt einspiele die Folge. Übrigens sollte man mit Kopfhörer hören, also so n leises Hintergrundrauschen wirst du jetzt hören denk ich und je lauter dieses Hintergrundgeräusch ist, desto schwieriger wird es mir auffallen.

00:14:09: Martin Zerwas Das Signal, daraus zu hören, und das wird dann auch, gibt es auch ne Kenngröße, also der signalrausch Abstand ist dann auch eine Kenngröße eines Raums.

00:14:19: Martin Zerwas Also so, so baut sich das alles zusammen. Schall ist erstmal nur dieser wechselnde Luftdruck, wenn ich dann Muster in diesem wechselnden Luftdruck habe, kann ich daraus kann, kann das Hirn daraus ne Information machen?

00:14:33: Martin Zerwas Und ich hab verschiedene Störeinflüsse wie Hintergrundgeräusche oder auch die Raumeigenschaft selber, die die Signalverarbeitung, dass das wahrnehmen dann auch stören wird.

00:14:45: Lars Klitzke Das ist ja erstmal faszinierend. Aber wie genau beeinflusst Schall unsere Wahrnehmung von Räumen? Also wenn wir das jetzt mal auf die einfachen Begrifflichkeiten wie tiefere Frequenzen, hohe Frequenzen und den Baumaterialien und den Beschaffenheiten vielleicht versuchen zu erklären?

00:15:04: Mhm.

00:15:05: Martin Zerwas Wir haben eine, also wir, wir. Wir haben Erfahrung, der Mensch hat Erfahrung, auch weil wir natürlich sehr viel Zeit 80 über 80% unseres Lebens in Räumen verbringen.

00:15:18: Martin Zerwas Haben wir Erfahrung, wie Räume klingen sollen? Das heißt, wir haben zum einen ne bestimmte Erwartungshaltung, wenn wir.

00:15:26: Martin Zerwas In einen großen Raum, in einen kleinen Raum kommen.

00:15:31: Martin Zerwas So dass das quasi n eingebauter Filter ist. Bei uns im Kopf. Das heißt, wir haben die Erwartung, wird erfüllt, wir haben.

00:15:38: Martin Zerwas Ein kleines mittelgroßes Badezimmer, das ist hart gefliest. Ich hab n Nachhall, ich hab n Echo in diesem Raum, dann erwarte ich auch dieses dieses akustische Verhalten.

00:15:48: Martin Zerwas Und die Oberflächen in diesem Raum bestimmen die Akustik in dem Raum. Die Geometrie bestimmt die Akustik im Raum Materialien.

00:15:58: Martin Zerwas Verhalten sich was, was diesen Schall wechselnden Schalldruck angeht, ähnlich wie mit Licht elektromagnetischer Strahlung? Ich habe einen Teil, der reflektiert wird an dieser Oberfläche, ich habe einen Teil, der absorbiert wird, und ich habe einen Teil, der gestreut wird in den Raum.

00:16:12: Martin Zerwas Und wenn ich jetzt ne sogenannte schallharte Oberfläche habe, das sind alle glatten Materialien, parkettfliesen Glas dann.

00:16:21: Martin Zerwas Wird n Großteil der Schallenergie wird reflektiert in den Raum und mehr oder weniger gestreut.

00:16:27: Martin Zerwas Wenn ich absorbierenden Materialien hab wie n Teppichboden, Kleidung, dann wird n Großteil der Schalenergie auch wieder absorbiert und das Ganze hängt dann auch wieder von der Frequenz ab. Aber da will ich es jetzt nicht zu kompliziert machen.

00:16:40: Martin Zerwas Also wir haben erstens ne gewisse Grunderwartungshaltung an den Raum akustisch.

00:16:46: Martin Zerwas Und wir haben eine bestimmte Nutzung des Raums und für diese bestimmte Nutzung des Raums gibt es eben auch ne angemessene Akustik.

00:16:56: Martin Zerwas Es macht also n sehr großen Unterschied, ob ich jetzt einen.

00:17:01: Martin Zerwas Mittelgroßen Raum, sagen wir mal, mit einer Grundfläche von 200 Quadratmetern nutzen möchte als Vortragsraum oder ob ich diesen Raum nutzen möchte für kammermusikalische Aufführungen.

00:17:15: Martin Zerwas Weil bei einer Sprachdarbietung wie einem Seminar zum Beispiel geht es um Sprachverständlichkeit und bei der musikalischen Darbietung.

00:17:24: Martin Zerwas Sind die Stücke.

00:17:26: Martin Zerwas Sozusagen aus ihrer Zeit heraus entstanden und früher natürlich ohne die Möglichkeiten der Elektroakustik und und künstlichen Klangerzeugung.

00:17:37: Martin Zerwas Wurde Musik immer komponiert, auch für die Räume ihrer Zeit? Das heißt, wir haben die Klavierstücke Mozarts zum Beispiel, die sind komponiert für diese mittelgroßen Räume und deren Akustik, so wie sie früher eben war, das heißt die Akustik.

00:17:51: Martin Zerwas Spielt ne sehr große Rolle.

00:17:54: Martin Zerwas Auch für die Musik, für die Komposition ihrer Zeit und orchestrale Musik ist komponiert worden, für große Räume, die ne bestimmte.

00:18:02: Martin Zerwas Geometrische Proportionen zum Beispiel auch, haben. Also diese Musik braucht den Klangraum.

00:18:07: Martin Zerwas Und das hat sich geändert.

00:18:11: Martin Zerwas Zu einer Zeit, wo man sozusagen diese Grenzen nicht mehr hatte, weil ich konnte früher mir nur n orchestrales n Stück von Beethoven oder so anhören in solchen.

00:18:22: Martin Zerwas Jetzt kann ich mir Musik aber auch in anderen Räumen oder mit Kopfhörern anhören.

00:18:28: Martin Zerwas Und da kommt es dann manchmal zu Konflikten, oder ich möchte Räume erschaffen, die für alles geeignet sein sollen, also für Theater, für Klavierkonzerte, für.

00:18:39: Martin Zerwas Streichquartette genauso wie für Popkonzerte oder große Orchester.

00:18:44: Martin Zerwas Das heißt, der Raum muss auf einmal heute viel mehr können, als er zur zur eigentlichen Entstehungszeit können musste. Und das wird sehr schwierig und kompliziert für diesen Raum. Gutes Beispiel ist dafür dann die Elbphilharmonie in Hamburg zum Beispiel, ja, die muss alles können, das ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Räumen.

00:19:03: Martin Zerwas Die, die möglichst ganz weiten Bereich abdecken muss die.

00:19:08: Martin Zerwas Also das ist ne echt ne sehr spannende Herangehensweise.

00:19:14: Martin Zerwas Das ist natürlich n sehr exklusiver Bereich. Vielleicht bleiben wir gleich erstmal im im Bürobereich und so hab ich eigentlich n Wechselspiel sehr früh eigentlich n Wechsel Spiel zwischen was soll in dem Raum akustisch nachher stattfinden?

00:19:29: Martin Zerwas Was ist das akustische Ziel, das ich habe?

00:19:33: Martin Zerwas Wie ist eine möglichst optimale oder eben nicht gute Geometrie des Raums, also die Geometrie, die Abmessungen eines Raums spielen auch ne Rolle und wie muss ich die Oberflächen gestalten, eventuell auch Möbelstücke gestalten, damit die Akustik in dem Raum dann möglichst optimal für die vorgesehene Nutzung ist?

00:19:54: Lars Klitzke Aber erleben wir das in der Praxis, also in vielen Vorgesprächen auch mit Architekten und Architektinnen, fehlt eigentlich der Bezug zur Akustik und zum Schall. Also Architekten sprechen oft von Licht und Raum.

00:20:07: Lars Klitzke Aber vergessen den Schall und die Akustik eines Raumes beeinflusst, wie wir ihn wahrnehmen, ob er offen oder erdrückend, warm oder kalt wirkt, das hast du ja gerade sehr eindrücklich auch beschrieben. Und ein zentraler Faktor ist ja die Nachhallzeit.

00:20:23: Lars Klitzke Und sie beschreibt, wie lange ein Raum nach einem Klangimpuls nach.

00:20:27: Lars Klitzke Schwingt und du hattest die Beispiele dem Konzert und dem Büro genannt, also in einem Konzertsaal sind längere Nachhallzeiten erwünscht, während in einem Büro kurze Zeiten für klare Sprachverständlichkeiten.

00:20:41: Lars Klitzke Sorgen und aus meiner Praxis heraus gerade jetzt aus den Büroplanungen Open Space Bereiche, da haben wir häufig schlechte Akustiken, also in einem schlecht gestalteten Büro mit einer Nachhallzeit von einer Sekunde.

00:20:56: Lars Klitzke Können Gespräch dann kaum noch verstanden werden und das führt ja auch zu Frustration und erhöhtem Stress. Wie siehst du das, dass das Planende jetzt auch schon in den Vorgesprächen mit aufnehmen und auch ein.

00:21:11: Lars Klitzke Verlangen ein Bedürfnis danach haben, dieses richtig einzuordnen, auch in der Übersetzung zu den Investoren, zu den Bauherrenschaften.

00:21:22: Martin Zerwas Hat das natürlich keinen repräsentativen Überblick.

00:21:27: Martin Zerwas Ich würde es mal so beantworten.

00:21:28: Martin Zerwas Wollen, dass.

00:21:32: Martin Zerwas Wenn immer ich Open Space Büros, also Großraumbüros, betrete, sehr vielfach die Akustik jetzt nicht angemessen wiederfinde.

00:21:41: Martin Zerwas Das wär auch mein Eindruck. Das geht aber auch bei Wohnräumen los. Die Frage ist, stört das den Nutzer tatsächlich am Ende der Tage?

00:21:50: Martin Zerwas Oder oder nimmt der Nutzer die Nutzerin das gar nicht wahr? Also viele Wohnräume sind zu Schallhart für mein Ohr letzten Endes und.

00:22:01: Martin Zerwas Die Frage ist eher, also ich muss diese Diskussion sehr früh, eigen, müsste Konjunktiv, die diese Diskussion eigentlich sehr früh führen und.

00:22:10: Martin Zerwas Es mag sein, dass die, die die Gespräche, also ich will das jetzt n bisschen umschiffen, ich will das nicht so als Konflikt darstellen.

00:22:20: Martin Zerwas Dass der Fokus mehr auf der Optik tatsächlich liegt als auf der Akustik, und das Stelle ich auch immer wieder fest in Planungsprozessen, wo ich dann als Berater vielleicht tätig bin.

00:22:30: Martin Zerwas Das in den ganz, ganz frühen Leistungsphasen, also grundlagenermittlung erster Entwürfe, liegen auf dem Tisch. Vorplanung, dass die die Visualisierung von von Großraumbüros sehr häufig dann tatsächlich.

00:22:44: Martin Zerwas Sagen wir mal durchaus n Teppichboden.

00:22:47: Martin Zerwas Vorsieht oder auch n Parkett, sagen wir mal n Parkett vorsieht und es eher vielleicht auch jetzt im Moment modern ne industrieartige Architektur ist mit ner sichtbetondecke Möbelstücken.

00:22:59: Martin Zerwas Vielleicht n paar Deckensegel über den Arbeitsplätzen und ich.

00:23:04: Martin Zerwas Genau weiß. Wenn ich den Durchrechne, das wird niemals funktionieren, das wird akustisch schlicht nicht funktionieren und das Problem ist dann natürlich.

00:23:11: Martin Zerwas Vom Ablauf, wenn ich damit dann in der Leistungsphase 3 um die Ecke komme und es gibt wie gesagt ja auch harte Anforderungen. Also es gibt ja die Arbeitsstättenregeln, die was zur Akustik sagen zum Beispiel, und Büroplätze sind Arbeitsstätten, Arbeitsplätze.

00:23:26: Martin Zerwas Da gibt es ne Anforderung an die Nachhallzeit zum Beispiel.

00:23:29: Martin Zerwas Das kriege ich nicht hin. Also das kein Bauteil der Welt.

00:23:34: Martin Zerwas Also ich muss die Optik verändern, um die Akustik einzuhalten. Selbst in den Minimalanforderungen.

00:23:39: Martin Zerwas Und das ist dann, wenn man, wenn man den Bauhändern schon was verkauft hat in Sachen Sichtbeton, Optik und Parkettboden.

00:23:47: Martin Zerwas Natürlich ne unschöne Situation, zeitlich bedingt.

00:23:49: Wird.

00:23:51: Martin Zerwas Das heißt, ich würd mir dann schon wünschen.

00:23:54: Martin Zerwas Und das das setz ich in der in der Hochschulpraxis auch so um, dass ich dafür sensibilisieren möchte, dass die Akustik bei bestimmten Nutzungen sehr früh mitgedacht werden muss.

00:24:04: Martin Zerwas Und das ist keine Raketenwissenschaft. Aber für n Open Space Büro brauche ich eine der beiden großen Flächen. Boden oder Decke brauche ich sehr stark absorbierend um überhaupt ins Ziel zu kommen und ich brauch zusätzlich noch eventuell je nach Geometrie des Raums an den Wänden auch was.

00:24:20: Martin Zerwas Und wenn ich in den mittleren Komfortbereich rein will, muss.

00:24:24: Martin Zerwas Sich entweder die zweite große Fläche auch noch mit aktivieren oder ich muss die Möbel mit aktivieren.

00:24:31: Martin Zerwas Und selbst wenn ich das dann alles mache, also wenn ich n Teppichboden baue und ich mache eine Wand zum Beispiel oder 2 Wände absorbierend, damit ich keine Echos hab, selbst dann hab ich das Ziel noch nicht ganz erreicht. Das ist quasi die Grundausstattung des Raums.

00:24:45: Martin Zerwas Aber im Open Space im Großraumbereich geht es eigentlich nicht darum, dass ich jemanden gut verstehe, sondern ich möchte jemanden gar nicht verstehen. Das heißt, mein Ziel ist eigentlich, dass ich den Kollegen der 2 Plätze weitersitzt eben nicht telefonieren höre, also das entgegengesetzte ist es eigentlich das Ziel?

00:25:02: Martin Zerwas Und das schafft der Raum gar nicht alleine, sondern ich muss die Möblierung immer mit mit ins Spiel bringen und dann ist das ne sehr ne spezielle Schnittstelle, oft zwischen dem Bauherrn eines Gebäudes und dem Nutzer eines Gebäudes.

00:25:18: Martin Zerwas Dass ich dann auch eben ne entsprechende Eigenschaft vermieten muss.

00:25:22: Martin Zerwas Dass ich ganz klar sagen muss, der Raum, den du von mir bekommst, der erfüllt die Voraussetzungen, die der Raum eben hat. Er wird aber alleine nicht die Anforderungen erfüllen, an eine gute Raumakustik für N für ne offene Bürolandschaft.

00:25:36: Martin Zerwas Damit.

00:25:36: Lars Klitzke Da sind wir ja genau da, wo wir eigentlich immer sind. In der interdisziplinären Zusammenarbeit, in der frühen Planungsphase, und das bringt uns ja auch zu einem wichtigen Punkt. Also wie beeinflusst die Akustik eines Raumes unser tägliches Leben, also sei es das Arbeitsleben oder auch unser Privatleben, unsere Freizeitleben.

00:25:41: Martin Zerwas Genau.

00:25:57: Martin Zerwas Sie beeinflusst sie immer. Ja, also ich befind mich jetzt hier auch in einem akustisch eher moderaten Raum, der ist jetzt nicht super und man hört vielleicht auch, wenn man, wenn man aufmerksam ist und ganz kleinen, ganz kleinen Nachklang im Raum, also nachhallzeit.

00:26:11: Martin Zerwas Also in jedem Raum werde ich durch die Akustik beeinflusst.

00:26:15: Martin Zerwas Die Frage ist stürz mich und.

00:26:19: Martin Zerwas Das.

00:26:19: Martin Zerwas Das ist durch ne Oralisierung, auch wenn man ehrlich ist, nur teilweise zu einen beantworten, weil egal wieviel Beispiele ich jetzt bringe.

00:26:29: Martin Zerwas Ich natürlich immer auch nur nen kurzen Moment hab, wo ich dich jetzt damit konfrontiere zum Beispiel. Und im Alltag bist du stundenlang in einem Raum, das heißt so ein dauerhafter Effekt kann man dann auch wirklich nur im Nachhinein und über Erfahrungswerte feststellen und das steckt dann in den Regeln der Technik drin. Also da gibt es dann für die Standardfälle wie Büros zum Beispiel gibt es schon gute Regelwerke und.

00:26:53: Martin Zerwas Von denen ich auch nicht abweichen muss und werde. Also die sind gut die Sachen, die da drin stehen, aber trotzdem.

00:27:00: Martin Zerwas Kann anhand der Zahlen der Bauherr nur entscheiden? Aus meiner Sicht, wenn er dann auch Beispiele auf die Ohren kriegt.

00:27:07: Lars Klitzke Also kann man im Grunde um resümieren. Schall ist also nicht nur eine physikalische Welle, sondern ein entscheidender Faktor für unser Wohlbefinden und unsere Wahrnehmung von Räumen. Und Martin, kannst du uns abschließend sagen.

00:27:21: Lars Klitzke Warum Akustik oft unterschätzt wird, hat es vielleicht etwas mit unsichtbarer Architektur zu tun?

00:27:29: Martin Zerwas Was wird damit zu tun haben? Ja, und es wird aber auch damit zu tun haben, dass ich also im Planungsprozess, ich würd Planung und Nutzung würde ich unterscheiden.

00:27:38: Martin Zerwas Und wenn wir im Bürobereich mal bleiben und in der Planung bleiben, dann hat das damit zu tun, dass der.

00:27:48: Martin Zerwas Dass vielfach noch die Fachplanung der der Bauphysik und da die Akustik den Schallschutz, dass die sehr häufig nur darin besteht, quasi die die Werte der Normen vorzulesen, vielleicht auch noch verschiedene Stufen quasi darzustellen, mit den Kennwerten Empfehlungen auszusprechen. Und weiter geht es.

00:28:06: Martin Zerwas Und das dann sehr häufig auch kostenbedingt niedrige Stufen gewählt werden. Das ist jetzt meine Erfahrung, meine Praxis, das heißt in der Beratung, in der Planungsphase, wird dem gar nicht das Gewicht gegeben, die ist eigentlich haben sollte.

00:28:21: Martin Zerwas Wenn man jetzt aber mal Nutzern in der Planung und später eben auch im echten Gebäude zuhört, dann sind die Konflikte in einem zum Beispiel Großraumbereich.

00:28:31: Martin Zerwas Oder die Befürchtungen, wenn wenn quasi umgestellt werden soll, von Zellenbüros, Einzelbüros, Gruppenbüros hinzu einem zu einer offenen Bürolandschaft, dann sind die Bedenken alle verknüpft mit Schall. Alle, das heißt, ich will eigentlich gar nicht als Nutzer über irgendwelche statischen Lastpläne Positionspläne sprechen, ich will ein bisschen auch natürlich über Materialien und Optik sprechen, aber meine Bedenken als Nutzer, die drehen sich alle um Akustik.

00:28:58: Martin Zerwas Und die kann ich nicht beantworten. Dadurch, dass ich zahlen vorlese. Und wenn man später Reinguckt in die offenen Bürolandschaften, dann sind, wenn man fragt und fühlst du dich wohl, hier kommst du gut klar, dann dann kommt ganz oft Akustik, das ist mir zu laut hier.

00:29:14: Martin Zerwas Wenn der Jup oder die Marie da hinten telefoniert, dann höre ich die sprechen und das nervt mich.

00:29:22: Martin Zerwas Und das hat.

00:29:23: Martin Zerwas Auch damit zu tun, dass der Raum an sich nicht von den Oberflächen nicht gut gestaltet ist. Aber auch von der Objektplanung vielleicht nicht optimal gestaltet ist. Weil ich muss Kommunikationsangebote schaffen. Ich kann nicht mehr so wie früher.

00:29:38: Martin Zerwas Zu meinem Kollegen gehen und dann lautstark n Planungsgespräch in dessen Büro führen, sondern ich muss mich zurückziehen in einen geschlossenen Bereich. Ich kann das nicht mehr in der offenen Bürolandschaft tun und das ist ne Konsequenz und diese Zonen muss ich schaffen. Ich kann also nicht nur einfach.

00:29:53: Martin Zerwas Büromöbel aneinander stellen und sagen, so, jetzt haben wir n offenes.

00:29:56: Martin Zerwas Büro, sondern ich muss Kommunikationszonen schaffen. Ich muss auch sowas wie wie Kaffeeinseln schaffen und die muss ich natürlich irgendwie trennen vom restlichen Büro keine Raumakustik der Welt kann das Wegsaugen, sozusagen der Lärm, der von der Spülmaschine oder dem Kaffeekochen entsteht, das heißt, vieles fängt damit an, und das gilt ja für vieles, dass ich Erfahrung haben muss.

00:30:20: Martin Zerwas In dem, was ich tue. Es gibt Regelwerke, die auch diese Zonierung der Bürolandschaft fordern und vorsehen, und interessanterweise ist das auch wieder ne akustische Regel, wo das drin steht, also die VDI Regel für offene Bürolandschaften.

00:30:35: Martin Zerwas Die beschreibt diese Zonierung. Die hat eigentlich gar nichts mit Oberflächenmaterialien und Berechnung zu tun, sondern die sagt was Richtung Objektplanung, nämlich plane diese Kommunikationszonen und.

00:30:48: Martin Zerwas Ob das gemacht wird oder nicht, hängt vom Erfolg oder davon hängt der Erfolg ab, letzten Endes.

00:30:54: Martin Zerwas Also für mich ist es ne Mischung aus.

00:30:58: Martin Zerwas Noch etwas zu konventioneller Planungs und Beratungspraxis, das meint, Ich sehe meinen Job als Akustiker als jetzt als Fachplaner gesprochen, gar nicht darin, irgendwas zu berechnen, also.

00:31:10: Martin Zerwas Das setz ich voraus, dass jeder rechnen kann.

00:31:13: Martin Zerwas Sondern mein Job besteht darin, zu beraten, den Kunden zu beraten, entweder mit Worten oder dann mit Audio Beispielen. Wenn ich die Akustik auch simulieren kann und das auch in schlichten Büroräumen.

00:31:24: Martin Zerwas Weil die Fragen, die da kommen, die der Nutzer stellt, die kann ich nicht beantworten mit diesem, mit diesem Kennwert der Nachhallzeit, sondern ich.

00:31:33: Martin Zerwas Hab immer Fragen die lauten.

00:31:36: Martin Zerwas Ja, muss ich denn jetzt wirklich den Teppichboden machen oder muss ich jetzt an den Wänden wirklich was absorbieren? Was was sind denn das für Konsequenzen? Muss ich vielleicht die Trennwände, die die so einzelne Bereiche abtrennen, muss ich die wirklich bis zur Decke laufen lassen oder kann ich da oben noch einen Meter Platz lassen oder einen halben Meter, damit die Installationen durchlaufen können?

00:31:59: Martin Zerwas Die Fragen kann ich nicht beantworten ohne eine Auralisierung, die kann ich aber beantworten mit einer Aualisierung oder muss ich, wenn ich sozusagen so kleine Meeting points integriere, in meinen offenen Bereich?

00:32:13: Martin Zerwas Muss ich die abtrennen oder nicht? Reicht es, dass ich die Hinterwand oder hinter Rückseite dieser dieses dieses Pods, also dieser Insel, dass ich die Hochabsorbierend ausführe? Was verstehe ich denn 6 Meter weiter, wenn da 2 Kollegen sich unterhalten, die aus dem Urlaub gekommen sind? Das sind alles Sachen, alles Fragen aus der Praxis, die ich nicht beantworten kann und und und. Also das kann ich beliebig fortsetzen und.

00:32:38: Martin Zerwas Das ist jetzt sind es keine exklusiven.

00:32:41: Martin Zerwas Musikstudio oder Fernsehstudio Beispiele, sondern alles ganz normale Fragen.

00:32:45: Martin Zerwas Die sich drehen um Verständlichkeit, um um was höre ich denn noch, was hör ich denn, wenn ich n hatte ich auch mal. Jetzt NN Beispiel wenn ich unten ne wartezone hab oben hab ich ne Etage mit einem offenen Büro.

00:32:58: Martin Zerwas Wo Kundengespräche oben am Telefon stattfinden und unten warten Menschen. Wenn ich das Deckenloch zwischen diesen beiden Etagen auflasse was hören denn die Leute unten, verstehen die das ja? Diskrete Gespräche am Telefon oder verstehen die das nicht?

00:33:13: Martin Zerwas Und da eiere ich dann rum mit kennwerten und sag dann, na ja, wenn der Hintergrund so und so laut und das Gespräch, wenn der laut spricht oder leise spricht und wenn ich gut bin weiß ich das auch noch ne männliche Stimme sich von der weiblichen unterscheidet.

00:33:27: Martin Zerwas Von der Frequenz also wie will ich das beantworten ohne so auralisierung? Also die Beratung muss ins Zentrum, nicht die Berechnung rechnen kann echt jeder und von Hand rechnen die das Ergebnis was da rauskommt ist wäre schon mal Messungen durchgeführt hat mehr oder weniger aussagekräftig.

00:33:47: Martin Zerwas Und das das, das kommt zusammen. Lass mich das vielleicht gerade noch sagen, wenn ich natürlich jetzt Fachplaner bin, der nicht über diese Möglichkeiten verfügt oder die die Problematik gar nicht erkennt.

00:33:48: Lars Klitzke Sind.

00:33:59: Martin Zerwas Dann werde ich auch nicht darauf hinweisen, dass da eigentlich noch was fehlt. Und das ist jetzt auch wieder aktuell. Aktuelles Beispiel.

00:34:08: Martin Zerwas Oft wird dann gefragt, ja, bieten sie mir mal irgendwie die Bauphysik an.

00:34:14: Martin Zerwas Ja, die sind schon in Leistungsphase 3, Leistungsphase 4 besteht kurz vor der Einreichung. Was soll ich denn da noch beraten, ehrlich gesagt.

00:34:22: Martin Zerwas Also das ist frag ich mich dann auch immer. Na ja, das ist dann schon mal ganz falsch. Angefangen aus meiner Sicht und.

00:34:27: Martin Zerwas Man würde ne höhere Qualität bekommen, wenn man früher die Fachplanung wirklich zusammenzieht.

00:34:33: Lars Klitzke Na ja, und man muss also die Fragen decken sich ja in unseren Gesprächen und gerade die Beratungsleistung ist ja so wichtig, ne, also wenn ich so irgendwie Anfänge auch der Raumakustik denke wo?

00:34:45: Lars Klitzke Wir noch Simulationen durchgeführt haben und Farbkarten vorgelegt haben. Und jetzt wirklich.

00:34:53: Lars Klitzke Ein akustisches Signal und auch n Gefühl dafür bekommen, wenn ich Veränderungen durchführe, rechtzeitig auch mit Plane. Welchen Mehrwert gibt dass mir für die Raumnutzung und den Anforderungen, die ich dann an den Raum stelle, dass das Mal aus einem sehr.

00:35:10: Lars Klitzke Einprägsamen Erlebnis erlebt aus einer Schule siebte Klasse Gymnasium, wenn dort 30 Schüler in einem kleinen Raum anfangen unruhig zu werden. Da ist an alles zu denken, aber an keine Lernatmosphäre.

00:35:24: Lars Klitzke Mehr und auch Studien aus Skandinavien decken das eigentlich, dass, wenn man Raumakustik und Klangqualitäten und Klangkonzepte von Anfang an Mitplant, dass man höhere Lernerfolge.

00:35:39: Lars Klitzke Und bessere Lernumfelde schaffen kann. Absolut und kennen das auch häufig, wenn man in Schwimmbädern ist, beispielsweise unter Wasser, und fließen den Schall extrem reflektieren, haben wir häufig sehr schlechte Akustiken in Schwimmbädern, da ist es, glaube ich, vielen Hörern auch bekannt daraus und mittlerweile, wenn man mal so in Schwimmbädern in moderne Schwimmbäder.

00:35:43: Martin Zerwas Ja.

00:36:00: Lars Klitzke Haben wir häufig schon schallabsorbierende Elemente an der Decke? Ne, wenn man dieses Problem erkannt hat und damit dann auch Atmosphäre schaffen kann, also muss ich doch ganz am Anfang in den Planungsprozess, die Akustik mit in den Planungsprozess integrieren.

00:36:15: Lars Klitzke Und dann dieses beratende Element auch frühzeitig als Hilfestellung für die Planleistung anerkennen und auch in Anspruch nehmen.

00:36:24: Martin Zerwas Genau soweit die Theorie.

00:36:27: Martin Zerwas Würde ich mal sagen ne, aber das ist natürlich.

00:36:31: Martin Zerwas Wir haben auch im Bereich der Akustik natürlich die Situation, die wir in anderen Bereichen auch haben, dass die Tools.

00:36:39: Martin Zerwas Mächtiger werden dass die Tools auch erschwinglicher werden und dass die Tools leichter zu bedienen werden.

00:36:47: Martin Zerwas Das heißt, ich muss nicht ne Wissenschaft erstmal verstehen, damit ich n dieses Simulationstool programmieren kann tatsächlich, sondern das hat alles, die haben alle grafische Oberflächen mittlerweile.

00:37:01: Martin Zerwas Ich kann also sehr schnell auch mit einem Halbwissen irgendwelche Modelle zusammenstöpseln und simulieren.

00:37:09: Martin Zerwas Und erzeuge dann Klangbilder. Oder wenn es, sagen wir mal ne thermische Simulation ist. Die Krieg ich auch sehr viel schneller und leichter hin.

00:37:16: Martin Zerwas Ich muss aber trotzdem wissen, was ich da tue letzten Endes, und da trennt sich dann die Spreu vom Weizen, würde ich mal sagen.

00:37:25: Martin Zerwas Das was, was ich merke, ist, dass es auch es ist. Noch nicht ganz angekommen in der Akustik, weil die, weil viele Büros gar nicht den Mehrwert sehen tatsächlich und die Kosten für diese Simulationstools auch relativ hoch sind noch und es in der Praxis noch nicht wirklich nachgefragt wird, nicht aktiv breitflächig nachgefragt wird.

00:37:45: Martin Zerwas Und man sehr häufig noch hört. Wieso haben wir immer schon so gemacht, haben wir noch nie Probleme mit gehabt.

00:37:52: Martin Zerwas So dass das alles kommt zusammen. Aber das ich glaube, dass sich das ändern wird, auch im Zuge der.

00:38:00: Martin Zerwas Tja.

00:38:02: Martin Zerwas Der ja Modellierung des Gebäudes. Also wenn wir wirklich mal diesen Building Information Modeling Ansatz verfolgen und die Tools sind alle mittlerweile kompatibel zu Revit zum Beispiel haben die IFC Schnittstelle, also wie ich kann 3 D Daten einlesen, ich muss.

00:38:19: Martin Zerwas Nicht mehr komplett neu modellieren wenn das wirklich mal noch praxisnäher funktioniert. Und ich sag mal Hottgenroth als Beispiel jetzt aus der Wärme kommend die Arbeiten auch alles aus einem 3 d Modell und es gibt andere.

00:38:34: Martin Zerwas Gab Solarcomputer hat wieder gute Schnittstellen zu revit und so weiter also alle diese Programme.

00:38:41: Martin Zerwas Bauen jetzt Schnittstellen auf und ich kann an einem Modell sehr viel machen.

00:38:47: Lars Klitzke Ja ja, da würd ich jetzt auch drauf eingehen. Also wie wird Aurelation überhaupt umgesetzt? Ne, ein Highlight ist ja der Aurelation der binaurale Wiedergabe, also mit Kopfhörern kann der Kunde exakt hören, wie der Raum klingt, ob in einem Konzertsaal oder das eben angesprochene Großraumbüro oder sogar eine Wohn.

00:39:06: Lars Klitzke Also was brauchen wir bei der Datenaufnahme? Wir hatten ja in der letzten Folge, oder du hattest ja in der letzten Folge auch mit den Studierenden den Aachener Dom wiedergegeben, das heißt, die Vermessung von Raumgeometrien, die Definition von Materialien, Absorptionskureffizienten etc. Und auch die Simulations Software und Revit hast du gerade genannt, Dynamo, also BIM Integration von Akustikmodellen sind hier heute schon möglich.

00:39:32: Lars Klitzke Wirklich? Wie siehst du die Anwendung oder vielleicht kannst du noch mal erklären, vielleicht für die Zuhörenden, wie denn eigentlich Aurelation umgesetzt wird.

00:39:42: Martin Zerwas Der der Ablauf quasi ganz praktisch. Ja, ja, ja.

00:39:42: Lars Klitzke Gibt es den? Ja, genau, da gibt es einen Knopf, Automatik, Akustiker.

00:39:47: Martin Zerwas Genau. Na ja.

00:39:50: Martin Zerwas Es gibt tatsächlich solche Tools, die man aufs Handy laden kann. Von Knauf glaube ich zum Beispiel gibt es das auch, wo man sowieso standardisierte Zimmer sich anhören kann mit verschiedenen Deckensystemen, also das gibt es tatsächlich, das ist natürlich keine Planung, sondern da geht es erstmal darum zu sensibilisieren, dass klar, Knauf will Abhangdecken verkaufen.

00:40:10: Martin Zerwas Der der normale Ablauf ist der, dass es eigentlich vor der Simulation losgeht mit der Beratung. Tatsächlich, dass ich wissen muss, was sind denn die Ziele, und wenn ich frage n Kunden frage, Was sind denn deine akustischen Ziele, dann dann krieg ich keine Antwort. Ich muss also erstmal beraten, was denn eine angemessene Akustik aus meiner Sicht ist. Für das konkrete Vorhaben, dann pickt man sich gewisse repräsentative Bereiche oder Räume raus, die man exemplarisch betrachten.

00:40:40: Martin Zerwas Und wenn man dann wirklich vor dem Punkt steht und jetzt ja Audiodateien erzeugen will, dann geht es los, dass ich n 3 d Modell brauche. Das kann ich, das ist aber n sehr rudimentäres, also alle.

00:40:54: Martin Zerwas Alle BIM Modelle die ich bekomme in Leistungsphase 2 oder 3, die sind viel zu detailliert für mich in der Akustik.

00:41:01: Martin Zerwas Das heißt in der Regel, wenn es n 3 d Modell gibt, kann ich entweder mit dem Objektplaner der Objektplanerinnen das.

00:41:09: Martin Zerwas Reduzieren auf das, was ich brauche oder ich muss es selber reduzieren. Ich brauch also.

00:41:14: Martin Zerwas Entweder um mal bei Autodesk Gravit zu bleiben und auch das Programm, damit ich selber das Modell vereinfachen kann. Oder ich setze das Modell neu auf und da wir uns nur einzelne Räume angucken.

00:41:26: Martin Zerwas Ist es im Moment häufig einfacher, das Modell neu aufzusetzen? Im Moment ja, weil B Modelle noch nicht wirklich sauber strukturiert aufgesetzt werden oder nur selten.

00:41:38: Martin Zerwas Und wenn ich dann diesen Schuhkarton habe mit Möbeln, sehr vereinfachten Möbeln, mit Menschen ohne Menschen, dann kann ich das entsprechend in der Simulationssoftware mit Oberflächenmaterialien verknüpfen. Dann wähle ich also aus. Habe ich einen Parkettboden, Teppichboden, wenn ja, welchen Teppichboden, das heißt, für alle Oberflächen kann ich dann Materialien dazuweisen und ich muss dann abbilden, ein akustisches.

00:42:04: Martin Zerwas Szenario also ich brauche eine Schallquelle oder mehrere und ich brauche einen oder mehrere Empfangsorte.

00:42:11: Martin Zerwas Und kann dann.

00:42:14: Martin Zerwas Für diese Situation, ich hab ne Schallquelle, eine Schallquelle und ich hab einen Empfangsort, kann ich die sogenannte Raum impulsantwort berechnen.

00:42:24: Martin Zerwas Rauminpulsantwort ist quasi die frequenzabhängige Berechnung durch das Programm. Welche Frequenz?

00:42:33: Martin Zerwas Wenn ich sozusagen punktuell alle Frequenzen, also jetzt nur theoretisch, erzeugen kann, wie lange brauchen die bis die am Empfangsort an sind, da sind? Ankommen, das ist quasi so ne Art Filter den ich hab und jetzt kann.

00:42:48: Martin Zerwas Ne reale Audiodatei hinterlegen, dass ich also ein Musikinstrument als Quelle verknüpfe mit dieser Impulsantwort und kann dann eine.

00:42:57: Martin Zerwas Quelle mit einem Empfangsort berechnen und au realisieren.

00:43:01: Martin Zerwas Und das kann ich dann jetzt auch verknüpfen. Wenn ich also n ganzes Orchester simulieren möchte, dann muss ich jedes Instrument als Schallquelle definieren, das ist natürlich beim ersten Mal Mehraufwand, als beim zweiten Orchester, weil ich es dann kopieren kann.

00:43:14: Martin Zerwas Wenn ich n offenen Büroraum simulieren will, dann hab ich sicherlich verschiedene Szenarien. Das können wir uns auch gerne gleich mal anhören, den hab ich mal mitgebracht und das ist dann die die Abstimmung, die ich wieder treffen muss mit dem Bauherrn, mit der Bauherren.

00:43:29: Martin Zerwas Was interessiert dich denn jetzt? Was ist n angemessenes Szenario also für n offenen Büroraum interessiert mich das Orchester nicht als Beispiel logischerweise, sondern was ist eigentlich dann wiederum das interessante akustische Szenario und dann kann ich das aufbereiten und hab ne Audiodatei.

00:43:45: Martin Zerwas Jetzt muss ich ja noch dem Kunden der Kundin das auf die Ohren geben. Letzten Endes erste Idee wäre jetzt zu sagen, ich stell n Lautsprecher auf nur wenn ich n Lautsprecher in einen realen Raum stelle um dann was vorzuspielen, dann hab ich ja den realen Raum der sich überlagert mit dem was ich simuliert hab und.

00:44:04: Martin Zerwas Das heißt, mit einem Lautsprecher funktioniert das in der Regel nicht, sondern ich brauch Kopfhörer, damit ich das das unverfälschte, den unverfälschten Höreindruck tatsächlich hab.

00:44:15: Martin Zerwas Und das ist so ne erste Hürde, wo wir ganz ja ganz neugierig waren, ob das funktioniert, ob Kunden sich darauf einlassen. Wenn ich jetzt mit Kopfhörern ankomme.

00:44:25: Martin Zerwas Und das funktioniert sehr gut. Also ich setz den Kopfhörer auf, dann muss ich noch ne Lautstärke.

00:44:32: Martin Zerwas Justage vornehmen, weil es ja auch um Lautstärke geht. Und dann kann ich verschiedene Audio Files vorspielen, wie wir es vielleicht uns gleich auch anhören werden, zusammen oder wie?

00:44:42: Martin Zerwas Jetzt hier als Beispiel mal so ein simuliertes Orchester, das lasse ich einfach mal laufen.

00:44:48: Martin Zerwas Ja, dass ich so n.

00:44:50: Martin Zerwas Orchester in einem bestimmten Raum mir dann anhören kann.

00:44:55: Lars Klitzke Und so weiter ist denn bei dieser Simulation auch die Anforderung der Simulation in Echtzeit ne Herausforderung? Und was bedeutet Echtzeit dann vielleicht auch bei der Simulation?

00:44:56: Martin Zerwas Ne, ja.

00:45:09: Martin Zerwas Also Echtzeit wäre für mich.

00:45:13: Martin Zerwas Ich verstehe jetzt unter Echtzeit, dass ich.

00:45:17: Martin Zerwas Sozusagen in der Beratungssituation selber, wie mit einer VR Brille durch einen Raum hindurch gehen kann und mir diesen Raum selber erschließen kann. Das ist für die Akustik im Moment noch nicht möglich, weil der Rechenaufwand viel höher ist als in der Visualisierung.

00:45:34: Lars Klitzke Brauch ich das denn oder reicht es, die Kopfbewegung nach rechts oder links, dass ich, also ich sag mal 345 oder eine Sekunde vielleicht Verzögerung habe? Und schaff ich das über?

00:45:35: Martin Zerwas Braucht man nicht. Nee.

00:45:39: Martin Zerwas Genau.

00:45:47: Lars Klitzke Gute Rechenleistung schon.

00:45:50: Lars Klitzke Aus der heutigen.

00:45:52: Martin Zerwas Na ja, das was nicht geht in den Simulationen, also mit mit üblichen Rechnern ne, also jetzt keinen, keine hochleistungs Rechenzentrum.

00:45:57: Hm.

00:46:00: Martin Zerwas Das, was nicht geht, sind ortsveränderliche Schallquellen oder Empfangsorte. Wenn also wenn ich an einem Ort stehen bleibe, den Kopf drehen können, den kann ich, das ist quasi, was ich als Ergebnis bekomme ist ne dreidimensionale.

00:46:16: Martin Zerwas Ambissonics Datei, so nennt sich das. Das heißt, ich kann über Head Tracking, das kennt jeder, vielleicht von entsprechenden Geräten des Apfelherstellers.

00:46:25: Martin Zerwas Da dann kann ich tatsächlich über Kopf drehen, neigen und so weiter kann ich n dreidimensionalen Klangeindruck erhalten. Ich befind mich aber immer am am selben Ort, sozusagen. Ich beweg mich nicht im Raum, das kann ich ja für verschiedene Positionen durchaus machen, aber das muss ich vorbereitet haben. Also ich kann das nicht in der Gesprächssituation selber simulieren, weil so eine ja so eine mittelaufwändige Auralisierung, die rechnet dann schon nochmal so 345 Minuten.

00:46:54: Martin Zerwas Und dann habe ich erstmal die rohe Audiodatei, die muss ich noch mal von der Lautstärke normalisieren und so weiter und sofort. Also das muss ich vorbereitet haben im Moment.

00:47:02: Martin Zerwas Damit ich das entsprechend einspielen kann? Ja, das wollen Sie schon machen.

00:47:08: Lars Klitzke Ja, ich fand auch das Beispiel mit der Elbphilharmonie eigentlich eindrücklich beschrieben, die eierlegende Wollmilchsau. Ich glaub, so hattest du es genannt, was ja im Grunde um einen Raum für klassische Musik und Popkonzerte ist. Und da haben wir ja ganz unterschiedliche Anforderungen.

00:47:24: Lars Klitzke An die akustischen Eigenschaften. Und wenn ich mich recht erinnere, hat man hier auch über die Organisation.

00:47:31: Lars Klitzke Aufgezeigt, dass man mit beweglichen akustischen Reflektoren arbeiten kann, um den Raum auch anzupassen. Also das ist ja durchaus ne Möglichkeit dann auch Lösungen zu finden für unterschiedliche Anforderungen, die dann vielleicht nutzen, da an den Raum stellen und wenn ich jetzt wieder in unseren vorletzten Podcast Gebäudetyp E und Funktionen denke, wo wir vielleicht auch Multifunktionen haben.

00:47:57: Lars Klitzke In Räumen ist das ja eine Möglichkeit, diese Mehrdimensionalität auch abzubilden und damit auch Möglichkeiten zu eröffnen.

00:48:06: Im Planungs.

00:48:08: Martin Zerwas Weg? Ja, absolut. Also das ist tu Gutes und rede drüber, so würde ich mal sagen. Also man muss offen damit umgehen, auch mit den Limitierungen die der Raum mitbringt und gleichzeitig kann man ja aufzeigen, welche Möglichkeiten ich auch im Betrieb später habe um.

00:48:22: Martin Zerwas Nachzujustieren, das heißt, ich kann natürlich, das sind ja alles auch Investitionsentscheidungen und die bauliche Maßnahmen hervorrufen. Wenn ich aber sagen kann, OK, wenn jetzt die Vertriebsabteilung vielleicht im offenen Großraum sitzt, was bringen denn dann mobile Trennwände zum Beispiel, sowas kann ich vorher simulieren.

00:48:42: Martin Zerwas Und wenn ich weiß, die würden einiges bringen und ich lasse sie erstmal weg, die nachher noch mal hinzustellen, das geht ja dann. Das heißt, ich kann den Raum akustisch auch anpassen, durchaus.

00:48:52: Martin Zerwas Anstatt jetzt, sagen wir mal konservativ auf die sichere Seite zu gehen, wenn ich natürlich sage.

00:48:57: Martin Zerwas Die 4 Nutzungsszenarien, die müssen alle erfüllt werden durch den Raum, und das muss ich alles jetzt mitbauen, ist das natürlich viel teurer, als wenn ich sage, ich beschränke mich jetzt auf die.

00:49:07: Martin Zerwas Die die Hauptnutzung oder die die Erstnutzung. Und ich habe aber Möglichkeiten, später über folgende Maßnahmen nachzujustieren. Das hat natürlich wieder Grenzen, aber so kann ich mich ja auch herantasten und so hat man das auch bei so herausragenden Beispielen wie.

00:49:22: Martin Zerwas Royal Albert Hall zum Beispiel hat Poitz Consult gemacht, glaub ich. Da hat man auch mit Modellbau sehr stark gearbeitet und auch bei der Elbphilharmonie hat man definitiv, das war n iterativer Prozess, auch mit 1 zu 1 Modellen teilweise gearbeitet.

00:49:38: Martin Zerwas Mit mit Wandmodellen jetzt nicht die ganze Elfe.

00:49:40: Martin Zerwas Domonie mit mit kleinen maßstäblicheren Modellen hat man gearbeitet. Das sind natürlich sehr exklusive Beispiele für.

00:49:49: Martin Zerwas Den für die offene Bürolandschaft kann man sehr schön das auch als iterativer Prozess und wenn man sich so n bisschen.

00:49:55: Martin Zerwas Innovativer aufstellt und sagt, Na ja, wir machen so ne Grundausstattung und verschiedene Optionen, die man später noch ziehen kann, ohne dass n großer baulicher Aufwand entsteht und kann das im Vorfeld dann auch kommunizieren und rüberbringen.

00:50:09: Martin Zerwas Dann hat man doch schon n guten Job gemacht oder auch auch n Beispiel es ging mal um eine ein Luftschiff, eine Luftschiffhalle, ein Hangar für n Zeppelin.

00:50:20: Martin Zerwas Das ist die meiste Zeit. Ist das ne Garage und das heißt wenige Anforderungen an die Raumakustik, aber es wurd auch gefragt, was ist denn wenn ne Veranstaltung da stattfindet? Was ist wenn n Konzert da stattfindet wie wie geh ich denn dann um damit und das kann man natürlich im Vorfeld.

00:50:34: Martin Zerwas Wird schön simulieren und dann sagen Na ja, wenn ne Veranstaltung da ist, dann wird der Industrieboden sicherlich sowieso belegt mit einem textilen Belag, damit es einfach hübscher aussieht. Das heißt, da hab ich schon wieder was akustisches, es gibt aufblasbare Akustikelemente.

00:50:50: Martin Zerwas Also man kann da sehr viel machen tatsächlich und über die Auralisierung dann auch den Nutzer mitnehmen letztendlich.

00:50:58: Martin Zerwas Ist.

00:50:59: Lars Klitzke Ja, eigentlich müsste man es von vornherein als Planungsaufgabe formulieren und auch einbinden und die Herausforderung, das kennen wir aus anderen Simulationsbereichen, ist ja immer, hochwertige Simulationen sind teuer und zeitaufwendig, und Technologie erfordert leistungsstarke Rechner und Experten, weil die Liber absolut vorne dran steht und die Frage ist, wie kriegen wir das in die Zukunft integriert, also wo steckt die Chance für uns bauschaffende, wie schaffen wir eine Integration in BIM, da hattest du ja schon.

00:51:03: Martin Zerwas Ja.

00:51:30: Lars Klitzke Erste Ansätze formuliert also Akust.

00:51:33: Lars Klitzke Teil digitaler Planung in die Integration von Akustikmodellen in B Modelle und hier haben wir ja auch dann die Chance akustische Daten direkt in den Planungsprozess einzubinden und Bauherren und Architekten können sowieso visuell und akustisch Aspekte.

00:51:48: Lars Klitzke Auf einer Plattform kombinieren und darüber auch dann den Zugang, also den Mehrwert, nutzen von Modellen digitalen Zwillingen, so wie wir sie heute nennen, ja dann auch aufzeigen und auch in dem Planungsprozess frühzeitig integrieren.

00:52:03: Lars Klitzke Das ist doch eigentlich.

00:52:04: Lars Klitzke Ich n Ansatz den wir wählen können.

00:52:06: Martin Zerwas Ja, und ich ergänze auch noch n Punkt. Ich kann das auch Vertragskonform dann fixieren. Also wenn ich was simuliere, dann steh ich auch dazu bei der Simulierung bei der Simulation kommen ja nicht nur diese Auralisierungsdaten raus, sondern auch die üblichen raumakustischen Kennwerte wie Nachhallzeit, Schalldruckpegel, Minderung und so weiter das heißt es kommen Kennwerte raus, die ich nachher wieder messen kann.

00:52:29: Martin Zerwas Das heißt, ich kann über eine Simulation auf Vertragskonform.

00:52:34: Martin Zerwas Das Fixieren und auch ne Qualitätssicherung nachher durchführen. Also das das das sehe ich eben auch als großen Mehrwert an.

00:52:42: Martin Zerwas Nicht nur die Auralisierung, sondern auch die, die die numerischen Ergebnisse einer solchen Berechnung, und insofern hoffe ich, dass das mehr werden wird, also hochschulseitig bleiben wir da dran. Der Aachener Dom ist auch sehr stark, natürlich.

00:52:57: Martin Zerwas Bauhistorische Forschung dass wir Dinge, die baulich nicht mehr existieren, dass wir uns die noch mal anhören können, das ist natürlich noch mal n Aspekt, der ganz spannend ist.

00:53:07: Martin Zerwas Oder auch, wenn Räume sich verändern, also das historische Klärwerk in Krefeld wurde sicherlich nicht gebaut, um jetzt als Veranstaltungsraum zu dienen. Wie gehe ich mit solchen Räumen um, auch das kann man natürlich im Vorfeld simulieren, das werden wir hochschulseitig auch machen, also ganz, ganz spannende Anwendungsfälle, so ein bisschen jenseits der üblichen.

00:53:27: Martin Zerwas Planungs und Beratungspraxis.

00:53:29: Lars Klitzke Na ja, und es ist eigentlich der Beginn, ne. Also wenn man sich jetzt ein wenig in der Zeitgeschichte nach hinten bewegt, dort haben ja schon die antiken Römer in ihren Theater Tonnenförmige Amphoren unter den Sitzen integriert, um den Klang zu optimieren. Also alles, was wir so in den ersten Semestern gelernt haben.

00:53:48: Lars Klitzke Die petrovschen Vasen, die dann später in die Wände der Kirchen eingebaut worden sind und dort dann verweilt haben, bis man irgendwann nicht mehr wusste, warum er das gemacht hat und wie die wieder zugeputzt hat, die man jetzt wiederentdeckt. Und das sind ja eigentlich schon Erkenntnisse alleine durchs Erleben, und dann ist natürlich die Frage, wie kriegt man all diese Daten und du hast ja auch gerade die Numerik mit dazu genommen, sind ja im Grunde genommen einfache mathematische Geometr.

00:53:50: Martin Zerwas Genau, ja.

00:54:14: Lars Klitzke ***** Modelle die wir nutzbar machen und da können wir viel mehr.

00:54:18: Lars Klitzke Zukünftig berechnen, bilanzieren und Varianten herausstellen unter dem Einsatz von KI und wie können wir KI hier als Chance mit wahrnehmen, also automatisch Optimierung von Raumklängen Fortschritte, die in der KI uns es ermöglichen, akustische Simulationen schneller genauer durchzuführen, Materialeigenschaften Raum Geometrien zu analysieren und dann daraus die optimale Lösung zu finden.

00:54:46: Martin Zerwas Das sehe ich als sehr, sehr spannenden Bereich an. Und um mal so n bisschen.

00:54:51: Martin Zerwas Also es soll ja nächstes Jahr sollen ja verschiedene sogenannte Agents von den KI Firmen herauskommen, also Agenten.

00:55:02: Martin Zerwas Wenn man so will, künstliche Mitarbeiterinnen, künstliche Mitarbeiter, die auch tatsächlich Aufgaben praktisch ausführen können. Es gibt von Anthropic in Cloud gibt es das auch im Moment schon sehr rudimentär.

00:55:13: Martin Zerwas Das heißt, wenn ich mir jetzt meinen Prozess anschaue im Bereich der akustischen Simulation, Simulation, dann gibt es da wiederkehrende Prozessschritte natürlich auch, und das ist das erste, was sicherlich ne KI ersetzen kann und dass der große Vorteil ist, dass ich dieses universal Tool dann nutzen kann. Ich muss es dann natürlich antrainieren, also das ist sicherlich noch sehr, sehr weit weg, denke ich, bis ich sagen kann, hier Ki, ich habe hier einen Raum, mach mal, mach mal was schönes.

00:55:41: Martin Zerwas Draus aber diese wiederkehrenden Prozessschritte, wie zum Beispiel, wenn ich im Bestand bin. Ich kann auch ne Messung integrieren in die Simulier Simulation und sagen, die Kennwerte der Oberflächen kenn ich nicht, aber ich hab ne Messung passt die Modelle.

00:55:57: Martin Zerwas Die Messung an Schritt 2. Ich hab folgendes akustisches Szenario, leg mir die Schallquellen und Empfänger an Schritt 3.

00:56:04: Martin Zerwas Erzeuge mir entsprechende Reflektoren und Absorptionsoberflächen im Raum für ne optimale Akustik. Das sind wiederkehrende Schritte, die im Programm selber schon automatisiert ablaufen, nur ich muss die mal sehr stark vereinfacht, ich muss die richtigen Knöpfe in der richtigen Reihenfolge drücken und bei jedem Zwischenschritt natürlich führe ich eine Plausibilitätskontrolle durch, weil ich in etwa weiß was rauskommen muss oder wann Ergebnisse nicht plausibel sind.

00:56:31: Martin Zerwas Und das?

00:56:33: Martin Zerwas Und das ist das erste, was sicherlich von der KI ersetzt werden wird. Mit absoluter Sicherheit.

00:56:38: Lars Klitzke Aber das sind Sie also, das ist Expertenwissen. Aber dann habe ich ja das Modell schon, also wie weit sind denn eingabeparametrierungen also ich denke jetzt an Datenqualitäten notwendig, dass ich zum Beispiel präzise Ergebnisse.

00:56:52: Lars Klitzke Habe von exakten eingabearbeiten Material und Raumdaten und.

00:56:57: Lars Klitzke Wie hab ich diese Daten? Kann ich die überhaupt nehmen, gerade bei den akustischen Modellen habe ich ja, ich habe eben gerade das geometrische Modell angesprochen, jetzt haben wir Wellen noch dabei, das können heute die Simulationsprogramme, aber wie sieht es mit Streuung aus, mit Rauigkeiten sind die Materialkandaten überhaupt vorhanden oder muss ich mich dem Modell annähernd durchmessen, also ist das vielleicht etwas, was man im Gleichklang machen muss?

00:57:13: Mhm, Mhm.

00:57:23: Martin Zerwas Das muss man im Gleichklang machen. Also ich muss messen.

00:57:27: Martin Zerwas Im Bestand Messen und mit der Simulation vergleichen und das ist das, was die Fachplanung natürlich als Expertise aufbaut im Moment, das baue ich auf, je mehr Messungen ich mache und gleichzeitig simuliere, desto mehr Erfahrung habe ich.

00:57:40: Martin Zerwas Beim Neubau kann ich das dann entsprechend nutzen und die Schritte gehen, aber sehr viel schneller als früher. Ne, also so nen kompletten Raum zu messen, Aufzumessen zu integrieren in in die Simulation, das ist nicht mehr ne wochenweise Tätigkeit sondern so n Raum komplett mit allen akustischen Kennwerten und dazu gehört dann letzten Endes auch wie Rauigkeit und Reflexions und Absorptionsverhalten so einen Raum habe ich in einer Stunde komplett aufgemessen.

00:58:06: Martin Zerwas Also das geht alles sehr, sehr fix und daraus entsteht Expertenwissen und Expertenwissen ist wieder n Musterwissen und Musterwissen ist wieder gut für KI. Also ich kann natürlich genauso auch ne KI anlernen und trainieren und sage hier hab ich ne Messung, hier habe ich Simulation Simulation gleich.

00:58:26: Martin Zerwas Das mal an, dann weißt du, dann lernst du quasi was wie du die Werte anpassen musst.

00:58:32: Martin Zerwas Also ganz spannendes Thema. Auf jeden Fall ja.

00:58:32: Lars Klitzke Und wie steht die?

00:58:34: Lars Klitzke Absolut. Und wie steht die Avrilation im Kontext anderer digitalen Werkzeuge, also wie Virtual Reality in der Bauplanung? Ist das etwas, was man verknüpfen kann?

00:58:44: Martin Zerwas Sollte man verknüpfen, da arbeiten wir an der Hochschule auch sehr stark dran. Wie man VR, also virtuelle Realität, mit der akustischen verknüpfen kann, weil der der immersive Mehrwert ist. Mehr als 1 + 1, also jeder der das Mal erlebt hat.

00:59:00: Martin Zerwas Weiß das auch, dass die.

00:59:02: Martin Zerwas Akustik allein und VR alleine sehr viel weniger Wert sind, als wenn ich beides zusammenschmeißen kann. Und das ist sicherlich n Schritt der, der auch kommen wird. Da bin ich gespannt.

00:59:14: Martin Zerwas Wie die Softwarehersteller darauf reagieren, vielleicht über datensparsamere Ergebnis, ausgaben vielleicht.

00:59:22: Martin Zerwas Das wird man sehen. Also da muss sicherlich noch Entwicklungsarbeit geleistet werden.

00:59:26: Lars Klitzke Na ja, sind ja manchmal auch die Nebenprodukte, also wie Gaming oder sowas die das vorantreiben, also Wirtschaft und Wissenschaft und Forschung ist ja nur der kleinste Part und in der Regel dann auch nicht wirtschaftlich und.

00:59:29: Absolut.

00:59:36: Lars Klitzke Ich weiß noch so n virtuell relative Projekt in einem Einkaufszentrum, wo man mit Hintergrundmusik Simulationen gefahren hat um Kaufentscheidungen der Nutzer entsprechend zu beeinflussen. Und das sind ja schon Überlegungen, die schon sehr lange da sind und wo erster Versuch auch schon erfolgreich gelaufen sind.

00:59:49: Martin Zerwas Genau.

00:59:57: Martin Zerwas Ja, Apropos Hintergrundmusik las auch wenn ich mit dir noch stundenlang reden könnte.

01:00:04: Martin Zerwas Ich würd vorschlagen, wir vertagen das vielleicht, also ich will hab die ganzen Audio Beispiele jetzt irgendwie in der Tasche gelassen, dass.

01:00:12: Martin Zerwas Ich dazu vielleicht ne Ergänzungsfolge mache und so n paar Audio Beispiele separat noch mal zur Verfügung stelle, dann kann sich das der ein oder die andere gerne anhören. Und ja wir werden das Gespräch denke ich fortsetzen ich.

01:00:25: Martin Zerwas Werde auch immer wieder auf.

01:00:26: Martin Zerwas Laufenden halten. Jetzt ist wieder.

01:00:30: Martin Zerwas Entschuldigung.

01:00:32: Martin Zerwas Wird sicherlich weitergehen und da werden wir sicherlich weiter drüber sprechen. Ich darf mich schon mal bedanken, Lars, wie immer an dich das letzte Wort.

01:00:43: Lars Klitzke Ja, die orientation und die Welt der Organisation ist faszinierend und hat das Potenzial, die Bauplanung zu revolutionieren. Der Klang von Räumen wird künftig genauso wichtig sein wie Licht, Farbe und Geometrie, ob wir von ruhigeren Büros, besseren Schulen oder akustisch perfekten Konzertsälen sprechen, Aurelation schafft Mehrwert und.

01:01:07: Lars Klitzke Architektur ist nicht nur, was wir sehen, sondern auch, was wir hören. Das hat uns Martin Servas heute auf eine sehr.

01:01:17: Lars Klitzke Eindrückliche Art und Weise beschrieben und ich freue mich auf die folgenden Gespräche und vor allen Dingen auf die Hörerlebnisse. Vielen Lieben Dank, lieber Martin und Liebe Zuhörende für das Dabeisein.

Über diesen Podcast

Neues aus der Bauphysik, nachhaltigem Bauen und Digitalität im Bauwesen. Hier finden Sie Gespräche, Diskussionen und Gedanken mit interessanten Menschen.

von und mit Martin Zerwas

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